Kunst Tipp

Wiener Kunstwoche: Macht hoch das Ateliertor

Lexikon | NS | aus FALTER 46/13 vom 13.11.2013

Auch in ihrer neunten Ausgabe präsentiert sich die vom Dorotheum organisierte und finanzierte Vienna Art Week als Schaufenster für die Kunstszene Wiens. Auf Anregung dieser Kunstwoche finden zwischen 18. und 24. November eine Fülle von Interventionen, Führungen, Diskussionen, Lectures und Performances statt; auch zahlreiche Ausstellungen eröffnen, wenn auch keine extra von der Vienna Art Week gestaltete. Die Vernetzung - am liebsten mit internationalen "Akteuren der Kunstwelt" - ist vorrangiges Ziel des Veranstaltungsmarathons.

Interessant ist die über die Jahre erfolgte Verschiebung des Fokus von den mit Publicity und Mitteln ausgestatteten Institutionen hin zu den Produzenten: Beim diesjährigen "Open Studio Day" am 23.11. öffnen 80 Künstler ihre Ateliers für Besucher. Die Studios wurden von den Kuratoren Severin Dünser, Janina Falkner, Alexandra Grausam und Bettina Spörr ausgewählt, die auch Führungen und Gespräche mit Künstlern leiten. Die junge Szene wird auch anhand eines Offspace-Specials gewürdigt, unter anderem die Vernissagen in den Kunsträumen Im Ersten, flat1, mo.ë, Hallway Gallery oder basement. Aber auch die Creative Industries werden berücksichtigt: Eigene Touren führen in die Wirkstätten von Architekten, Designern und Modeschöpfern.

Wer Experten aus der Kunstwelt und Wissenschafter hören möchte, der sollte auf die lange Liste der Vorträge und Podiumsdiskussionen achten. Da kommen etwa am Dienstag im Mak ab 15 Uhr unter anderem der britische Philosoph Simon Critchley, der Moma-Kurator Pedro Gadanho und Maria Lind von der Tensta Kunsthalle in Stockholm zusammen, um im Rahmen der "Fogo Island Dialogues" über die Bedeutung des Digitalen für heutige Kulturproduktion und -konsum zu sprechen. Diverse Orte, 18. bis 24.11.


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