Nachrichten aus dem Inneren

Die Redaktion erklärt sich selbst

Falter & Meinung | Klaus Nüchtern | aus FALTER 47/13 vom 20.11.2013

Feiern und sich feiern lassen - so lautet das Motto der Stunde. Den größten Wirbel dabei veranstalteten fraglos Edutainer Peter Iwaniewicz und sein zeichnender Begleiter Bernd Püribauer im rappelvollen Rabenhoftheater, in den sie vergangene Woche zur "1000 Tier Zooshow“ geladen hatten (S. 47). Armin Thurnher hingegen wurde in Berlin mit dem Otto-Brenner-Preis ausgezeichnet (S. 20). Unter Befolgung der alten Regel "Wer gelobt wird, soll auch selber loben“ machte er sich hernach selbst daran, Erich Klein zu bejubeln - nicht ohne dessen Generaltugenden "Abgabefreudigkeit“ und "Textumfangstreue“ zu würdigen.

Klein nahm den Preis der Stadt Wien für Publizistik am Montag um elf Uhr entgegen, wodurch gesichert werden konnte, dass bei der Feier nur der laudierende Feldwebel, aber kein Fußvolk anwesend war, das derweil unterm Joch des Redaktionsschlusses stöhnte. Das Team der spendenbasierten Investigativplattform dossier.at, das sich aus ehemaligen Falter-Praktikanten und -Mitarbeiterinnen rekrutiert, war da gerade dabei, die Printfassung ihrer jüngsten Recherche (S. 1 und 9-12) einzutüten.

Die allerjüngste publizistische Offensive aber liegt auf meinem Schreibtisch, sie heißt Kinderfalter 1 und wurde am 11.10.2013 von einer hochkreglen Gruppe hochbegabter Kinder im Volksschulalter in der Redaktion gestaltet. Inhalt: 1 Waldbrand, 1 Busunfall mit 16 Toten und Barack Obamas Krieg gegen Kanada. So ziemlich einziger Lichtblick: der Satz "Falter ist eine gute Zeitung“. Um den Nachwuchs brauchen wir uns wohl nicht zu sorgen.


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