Kolumne  

Obama: der Hoffnungsträger verspielt seine Glaubwürdigkeit

Außenpolitik

Falter & Meinung | Franz Kössler | aus FALTER 47/13 vom 20.11.2013

Es ist genau fünf Jahre her, dass die Wahl Barack Obamas in der ganzen Welt einen Sturm der Begeisterung auslöste. Nach den dumpfen neokonservativen Bush-Jahren erschien er wie der Erlöser von unsinnigen Kriegen und bedrohlichen Finanzkrisen. Er war der Held eines neuen Amerika, das auf die Transparenz des Internets anstatt die Macht des Militärs setzte.

Das war im November 2008. In der vergangenen Woche sind Obamas Popularitätswerte auf einen Tiefststand gefallen, fast auf das Niveau Bushs vor dessen Abwahl. Obamas Präsidentschaft ist noch nicht vorbei - schreibt ein Kommentator der Financial Times - aber sie ist im Begriff zu scheitern. Drei seriöse Umfragen zeigen, dass eine klare Mehrheit der Amerikaner, an die 54 Prozent, seine Amtsführung negativ beurteilt. Nur noch 39 Prozent finden, dass er ein guter Präsident ist. Das Urteil trifft die Substanz des Präsidenten, seine Glaubwürdigkeit: 52 Prozent sind überzeugt, dass Obama nicht ehrlich ist.

Der aktuelle Anlass für den


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