Digitalia

IT-Kolumne

Medien | Ingrid Brodnig | aus FALTER 47/13 vom 20.11.2013

Ich kann es nicht mehr hören. Alle paar Wochen erscheint irgendwo ein Text, dass Facebook nun wirklich dem Untergang geweiht sei. Amüsant war etwa die Profil-Geschichte "Ich bin dann mal weg“, wonach der Hype um Facebook vorbei sei und immer mehr Menschen "virtuellen Selbstmord“ begingen. Die erschien im Sommer 2009, Facebook hatte damals weltweit 250 Millionen User. Heute sind es mehr als eine Milliarde.

Nun wird erneut der Tod des sozialen Netzwerks prophezeit, weil die App Snapchat bei Teenagern sehr beliebt ist. Mit der können sie Fotos austauschen, die aber nur ein paar Sekunden am Handy sichtbar sind. Facebook wollte Snapchat kaufen, kriegte die Firma aber nicht einmal für drei Milliarden US-Dollar. Jetzt schreiben die Journalisten von Facebooks "düsterer Zukunft“. Mag sein, dass der Zenith langsam erreicht ist, ich gebe da aber keine Vorhersage ab - bis auf eine: Neun von zehn Journalistenvorhersagen sind immer falsch.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige