Technik  

Stockfish - das beste Schach ohne Mensch

Dinge, die uns brauchen

Medien | Prüfbericht: Thomas Vasek | aus FALTER 47/13 vom 20.11.2013

Die Schach-Weltmeisterschaft ist ein multimediales Spektakel. Auf Spiegel Online kann man die Partien auf einem virtuellen Brett nachspielen oder Analysevideos anschauen. Außerdem gibt es diverse Apps, die einem die Züge in Echtzeit aufs Smartphone schicken. Die Schach-WM macht ziemlich viel Lust, wieder einmal selbst zu spielen.

Leider ist es heute ziemlich schwierig, einen Schachpartner zu finden, der genug Zeit für eine gepflegte Partie im Kaffeehaus oder sonstwo hat.

Insofern muss man dankbar sein, dass Computer so gut Schach spielen können, sonst wäre das Spiel womöglich schon ausgestorben. Bekanntlich spielen Computer heute schon besser als Menschen.

Die wahre Revolution sind aber Schach-Apps für Mobilgeräte. Auf meinem iPad mini etwa spiele ich neuerdings Schach mit "Stockfish“, einer sensationell guten Gratis-App. Der Touchscreen ist für Schach wie geschaffen, der iPad-mini-Bildschirm groß genug. Die App ist sehr einfach gehalten. Man kann sich die Analyse zum laufenden Spiel sowie Züge aus der Eröffnungsbibliothek anzeigen lassen. Der Spieler kann zwischen verschiedenen Spielstärken- und stilen wählen (von "solide“ bis "selbstmörderisch). Selbstgespielte Partien lassen sich ebenfalls abspeichern und Stellungen per Mail verschicken. Viel besser kann man Schach ohne menschlichen Partner nicht spielen.

Thomas Vasek ist Journalist und Buchautor in München


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige