Wer weit geht, braucht einen langen Atem

Feuilleton | Pfadfinder: Michael Pekler | aus FALTER 47/13 vom 20.11.2013

In Konkurrenz zum TV entdeckt das Serien-Kino à la "Tribute von Panem“ die Langsamkeit wieder. Kinohistorisch betrachtet ist das nicht neu

Bis heute habe ich keinen einzigen erfolgreichen Versuch aus Hollywood gesehen, der einen Fantasyfilm mit wirklich guten Charakteren dargestellt hätte.“

Für die anstehende Verfilmung seiner auch von der Kritik gefeierten Bestseller-Trilogie "Die Königsmörder-Chronik“ hat sich der US-Autor Patrick Rothfuss gegen das Kino - und für das Fernsehen - entschieden. "Im Rahmen einer Serie können sich die Charaktere entwickeln und miteinander in Beziehung treten“, so Rothfuss. Und tatsächlich nimmt sich sein eigenwilliger Romanheld Kvothe immer wieder ausreichend Zeit, um im abgelegenen Wirtshaus bei Ziegenkäse und Apfelmost einem Chronisten seine Lebensgeschichte zu erzählen.

Wer nämlich eine lange Geschichte auf den Weg bringen möchte, braucht nicht nur eine Richtung, sondern auch viel Zeit. Man könne Geschichten in zwei Kategorien einteilen,


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