Altbau plus Erweiterung - der neue Trend in der Museumsarchitektur

Feuilleton | Matthias Dusini | aus FALTER 47/13 vom 20.11.2013

Die meisten neuen Museumsbauten weichen wie das geplante Wien Museum von dem ab, was man seit 1997 als den Bilbao-Effekt bezeichnet. Damals eröffnete in der baskischen Metropole eine Außenstelle des New Yorker Guggenheim-Museums. Die spektakuläre Architektur von Frank O. Gehry zog die Touristenströme an und avancierte zum Vorbild für internationale Museumsbauten: Wer laut ist, wird gehört.

Heute sind wieder die leisen Projekte am Zug. Das Städelsche Kunstinstitut in Frankfurt etwa, das 2007 einen Architekturwettbewerb auslobte. Die Jury kürte einen Entwurf der Frankfurter Architekten Schneider + Schumacher zum Sieger. Die Architekten platzierten die Museumshalle unter den Städelgarten. Der Innenraum der Gartenhalle ist mit kreisrunden Oberlichten ausgestattet, durch die natürliches Licht einfällt. Außen schafft die begrünte und kuppelartige Aufwölbung ein architektonisches Markenzeichen mit zeitgeistigem Grün-Appeal.

Auch das Stedelijk Museum in Amsterdam beschloss einen Neubau


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