Musiktheater Kritiken

Aktion Staatsoper in den Außenbezirken

Lexikon | aus FALTER 47/13 vom 20.11.2013

Prinzip Vorstadttheater: Schlange wird Drachenkopf abgeschnitten, die goldene "Zauberflöte" schwebt auf dem Seil ein, die Königin der Nacht kriegt einen Mond zum Drauflehnen, das Volk, darunter Jäger, ist in Lodentracht, Sarastro überragt es auch an gestelzter Körpergröße, Pamina befreien drei Sängerknaben in den Schnürboden hinauf. Wie in einem Arbeiterkammersaal ziehen die beiden Koregisseure das konsequent durch. Es macht aber nicht so viel her wie das einstige Freihaustheater auf der Wieden. Gut: Maskierte Komparsentiere tanzen zur Flöte, Polizisten zu Papagenos Glockenspiel, das "so herrlich klingt". Außer Benjamin Bruns als Tamino sind die Sängerleistungen alles andere als erstklassig, auch die Tempodramaturgie des Traditionalisten Eschenbach zwischen feierlichem Ernst und Singspielleichtigkeit lässt zu wünschen übrig. HR

Staatsoper, So, Mi 19.00


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