Theater Kritiken

Das dunkle Leben der Brigitte Schwaiger

Lexikon | Sara Schausberger | aus FALTER 47/13 vom 20.11.2013

Die Bühne ist dunkel, wie die Dunkelheit, die tief in der psychisch kranken Brigitte Schwaiger herrscht. Ein Wald aus weißem Papier dominiert die Szene. In der Mitte ein Schreibtisch, an dem sitzt die Schauspielerin Inge Maux und wird zu Schwaiger, der österreichischen Autorin, die mit ihrem Roman "Wie kommt das Salz ins Meer" großen Erfolg hatte und 2010 tot in einem Seitenarm der Donau gefunden wurde. Sie schreibt, legt ungerauchte Zigaretten in den Aschenbecher und spricht mit Stimmen aus dem Off. In ihren Texten, die von Veronika Barnaš verdichtet auf die Bühne gebracht werden, thematisiert Schwaiger die Nazivergangenheit der Eltern, ihre schweren psychischen Probleme und ihr eigenes Schreiben. "Ich gehe." ist ein dunkler, starker Abend, mit einer beeindruckenden Inge Maux als ehemaliger Bestsellerautorin.

Volkstheater, Schwarzer Salon, So 19.30


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