Seinesgleichen geschieht  

Rätselhafte Schweizer stimmen gegen Abzocker und für unbegrenzte Löhne

Falter & Meinung | Armin Thurnher | aus FALTER 48/13 vom 27.11.2013

Der Kommentar des Herausgebers

Ja, die Schweizer sind auch nicht besser als der Rest der Welt. Am Wochenende lehnten sie die vielversprechende 1:12-Initiative der JungsozialistInnen ab (wahrscheinlich wegen des unhübschen Binnen-I). Diese Initiative hatte vorgesehen, das maximale Gehalt in einem Unternehmen auf das Zwölffache des niedrigsten Gehalts zu beschränken - im gleichen Unternehmen, wohlgemerkt.

Die Ablehnung fiel deutlich aus und kann als Lehrstück verstanden werden, wie man eine Bevölkerung ins Bockshorn jagen kann. Rätselhaft bleibt, weshalb es mühelos gelingt, Menschen gegen ihre eigenen Interessen stimmen zu lassen. Es gab keine moralischen Argumente gegen die 1:12-Initiative; niemandes Arbeit ist das Hundertfache der Arbeit eines anderen wert. Gewinne von Unternehmern waren wohlgemerkt von dieser Initiative nicht betroffen. Sie zielte allein auf entgrenzte Managergehälter und hätte auch nur einen Bruchteil aller Unternehmen betroffen.

Die Befürworter der Initiative


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