Kommentar

Mit der Kamera vor dem Privathaus: Die FPÖ als Stalker unterwegs


Nina Horaczek
Falter & Meinung | aus FALTER 48/13 vom 27.11.2013

Strache-TV

Ein Parteichef ärgert sich über die Berichterstattung einer Tageszeitung. Dort war nämlich das Haus seiner damaligen Freundin zu sehen.

Daraufhin schickt die Partei, wohl als Revanche, ihr eigenes Kamerateam zum privaten Wohnsitz des Herausgebers der Zeitung. Das Kamerateam positioniert sich vor dem Eingang und filmt das Privathaus. Genau das passierte Kurier-Herausgeber Helmut Brandstätter und seiner Ehefrau, der ORF-Moderatorin Patricia Pawlicki. Die Veröffentlichung des Beitrags über ihr Wohnhaus auf FPÖ-TV konnte das Journalistenehepaar laut eigener Angabe nur verhindern, weil es den Freiheitlichen mit Klagen drohte. Das allein sollte schon Skandal genug sein.

Der FPÖ scheint das aber nicht zu genügen. Vergangenen Sonntag griff FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache in der ORF-"Pressestunde“ die Moderatorin Pawlicki persönlich an, indem er ihr die Berichterstattung der Zeitung ihres Ehemanns vorwarf. Kurz darauf sekundierte FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl via Presseaussendung:

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