Kolumne

Iran-Konflikt: Am Ende liegt die Entscheidung bei Khamenei

Falter & Meinung | Franz Kössler | aus FALTER 48/13 vom 27.11.2013

Außenpolitik

Die Genfer Einigung über das iranische Atomprogramm hat heftige Reaktionen ausgelöst. Sowohl der Jubel der Freunde des Dialogs als auch die Warnungen der Strategen der militärischen Lösung sind verfrüht.

Sensationell ist, dass sich Iran und USA zum ersten Mal auf etwas einigten, nachdem sie sich seit der Islamischen Revolution von 1979 unversöhnlich bekämpft hatten. Die Substanz der Vereinbarung ist weniger aufregend. Erst die nächsten sechs Monate werden entscheiden, ob das Abkommen zu einem Neubeginn werden wird oder zu einem neuen Flop.

Das Misstrauen bleibt aufrecht, doch beide Seiten haben Zugeständnisse gemacht. Der Iran wird sein Atomprogramm den internationalen Inspektoren öffnen und so weit drosseln, dass er kaum noch unbemerkt eine Bombe bauen kann - was er nach eigenen Angaben auch gar nicht will, aber von seinen Gegnern befürchtet wird. Sein umstrittenes Recht, Uran zu zivilen Zwecken anzureichern und sich damit grundsätzlich den Weg zu Atomwaffen offenzuhalten,


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