Dolm der Woche

Andreas Mölzer

Politik | aus FALTER 48/13 vom 27.11.2013

Wertungsexzess

Er schimpft gerne über die "EU-Verräter“ und den Brüsseler "Bürokratie-Moloch“, aber wenn Andreas Mölzer dann abstimmen muss, schaut die Sache schon ganz anders aus.

Er und sein Kollege Franz Obermayr haben als einzige österreichische Abgeordnete dafür gestimmt, dass das EU-Parlament weiterhin zwischen Brüssel und Straßburg pendeln soll. Sonst wettern die FPÖler immer gegen diese teure Doppelgleisigkeit.

Mölzer rechnete wohl nicht damit, dass sein Abstimmungsverhalten auffällt. Im Nachhinein erklärte er notdürftig, er sei gegen Brüssel als Parlamentssitz, weil dies einen "noch stärkeren Zentralismus“ bedeute. Eine andere Erklärung lautet, dass sich Mölzer die Gunst von Marine Le Pen erkaufen wollte. Die Rechtspopulistin will, dass das Parlament auf französischem Boden in Straßburg bleibt, und Mölzer will eine Allianz mit ihr.


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