Der größte Briefkasten der Welt

Politik | Bericht: Eduard Müller | aus FALTER 48/13 vom 27.11.2013

Liechtenstein trennt sich vom Bankgeheimnis. Das bringt auch die Schweiz und Österreich unter Druck

Wenn Staaten so etwas wie ein Imageproblem haben können, dann hatte bis vor kurzem Liechenstein eines: Wenn das Fürstentum in der internationalen und österreichischen Presse vorkam, ging es meist um Steuerflucht und Finanzkorruption im großen Stil. Sei es der milliardenteure Fall Hypo Alpe Adria, die Causa rund um Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser oder die Steueraffäre, die den Ex-Chef der Raiffeisen Bank International, Herbert Stepic, seinen Job kostete - stets spielten Liechtensteiner Konten und Stiftungen eine zentrale Rolle. In Deutschland flog 2008 gar der bisher größte Steuerskandal in der Geschichte der Bundesrepublik auf, rund 3,4 Milliarden Euro waren am Fiskus vorbei nach Liechtenstein geflossen. Manche sahen im sechstkleinsten Staat der Welt bereits den weltgrößten Briefkasten.

Damit soll jetzt Schluss sein, die Liechtensteiner Regierung gibt erstmals grünes Licht für


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