Fekters E-Rechnung: das programmierte Chaos

Politik | Bericht: Joseph Gepp | aus FALTER 48/13 vom 27.11.2013

Am 1. Jänner 2014 stellt die Republik Österreich ihr Rechnungswesen um. Unternehmer und Programmierer warnen vor einem Desaster

Zum Beispiel der Dorfbäcker, der Semmeln an das städtische Bundesgymnasium liefert. Oder der Installateur, der Heizkörper in der Hofburg repariert. Oder die Werbeagentur, die für ein Ministerium eine Informationskampagne organisiert.

All diese Firmen machen Geschäfte mit der Republik Österreich. 90.000 Unternehmen sind es laut Finanzministerium insgesamt. Mit 1. Jänner 2014 steht ihnen eine kleine Revolution bevor. Denn der Bund akzeptiert dann nicht mehr, wie bisher, Rechnungen jedweder Art. Sondern ausschließlich sogenannte E-Rechnungen. So sieht es ein neues Gesetz vor, das vor über einem Jahr im Nationalrat beschlossen wurde; seither wird die Maßnahme im Finanzministerium von Maria Fekter (ÖVP) vorbereitet.

Elektronische Rechnungen sind nicht etwa solche, die per E-Mail oder im PDF-Format kommen. Es handelt sich stattdessen um ein komplexes Datenformat,


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