Schlafen in einer Halle ist besser als in abgestellten Zügen

Politik | Barbara Tóth | aus FALTER 48/13 vom 27.11.2013

Wenn die Kälte kommt, suchen Obdachlose ein sicheres Nachtquartier. Oft sind das dann leerstehende Züge auf Bahnhöfen. Donnerstag letzte Woche sorgte eine Reportage des Radiosenders Ö1 für Aufregung. Bis zu 40 Obdachlose pro Nacht wurden von einem privaten Sicherheitsunternehmen alleine auf dem Gelände des Wiener Westbahnhofs aus den abgestellten Zuggarnituren vertrieben.

Übernachten in Zügen duldet die ÖBB tatsächlich nicht mehr, es kam zu Vandalismus, außerdem sei die Gefahr, sich auf den Gleisanlagen zu verletzen, zu groß. Stattdessen bietet die Bahn zum dritten Mal eine eigene Notschlafstelle für Obdachlose für die Winterzeit an. Die Halle in Wien-Liesing ist 250 Quadratmeter groß und wird in Kooperation mit dem Roten Kreuz betrieben. Sie bietet Platz für 40 Menschen.

Etwa 100 Menschen schlafen laut Schätzung der Caritas derzeit pro Nacht in Wien im Freien.

Wer jemanden auf der Straße sieht, der Hilfe brauchen könnte, ruft am besten das "Kältetelefon“ der Caritas an: 01/480 45 53.


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