Der Indian im Straußenland

Ein Truthahn zum Fest? Die Gärtners züchten sie im Kamptal biologisch und artgerecht

STADTLEBEN | GERICHT, BERICHT & FOTO: IRENA ROSC | aus FALTER 48/13 vom 27.11.2013

Unaufgeregte Novemberstille liegt über dem Kamptal. Noch vor dem ersten Adventwochenende ist die beste Zeit, um aufs Land zu fahren und seinen eigenen Festtagstruthahn zu besorgen. Dieser sollte im Inland ausgebrütet, im Freien mit Biofutter aufgezogen, in seiner Lebenszeit von durchschnittlich 20 Wochen artgerecht behandelt worden sein und auf dem Weg zum Schlachten keinen Transportstress erlitten haben.

Auch die Rasse spielt bei Truthühnern eine große Rolle. Mehr und mehr hat man in den letzten Jahrzenten Tiere mit abnorm großer Brust gezüchtet, gequälte Kreaturen, die in Masthallen zu Zigtausenden zusammengepfercht niemals das Tageslicht zu sehen bekommen. Die Putenbrüste dieser Tiere werden als gesundes Lebensmittel angepriesen. Ein Schlankheitswahn, der auch auf Kosten der Truthühner ausgetragen wird. "Du darfst nicht!" müsste es bei Quälfleisch lauten.

Und das liebe Federvieh

Ganz anders geht es bei Familie Gärtner, Besitzer des "Straußenlandes" in Schönberg am Kamp, zu.


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