Fußball Glosse

Es ist schon gut, dass nicht alle zur WM dürfen

STADTLEBEN | aus FALTER 48/13 vom 27.11.2013

Bei der Weltmeisterschaft in Brasilien müssen ein paar prominente Kicker zuschauen -weil ihre Klasse nicht gereicht hat, ihre mittelmäßigen Nationalteams zur WM zu schießen. Der walisische 100-Millionen-Euro-Stürmer Gareth Bale etwa hat das Pech, aus jenem Teil Großbritanniens zu stammen, der sich erst ein einziges Mal (1958) qualifizieren konnte. Ein Standard-Poster machte nun den Vorschlag, ein multinationales Team aus lauter solchen Härtefällen mitspielen zu lassen; da hätte auch David Alaba ein Leiberl. Keine gute Idee: Eine WM lebt von der Illusion, dass mit den Ländern auch deren charakteristische Eigenschaften gegeneinander antreten. Ja, das hat was Chauvinistisches - aber genau das ist ja der Witz. Und was für eine Hymne sollte die internationale Loser-Truppe vor dem Spiel singen? "We Are the World" etwa? Wie gesagt: ganz schlechte Idee.


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