Im Baucherl von Wien

Für seinen "Tschocherl-Report" besuchte Arthur Fürnhammer Lokale, in die man sich normalerweise nicht reintraut

STADTLEBEN | LOKALAUGENSCHEIN: WOLFGANG KRALICEK | aus FALTER 48/13 vom 27.11.2013

Die Glashütte ist ein "Tschocherl", wie es im Buche steht. Das Buch heißt "Tschocherl-Report" und enthält die 20-teilige Serie, die Arthur Fürnhammer und der Fotograf Peter M. Mayr zwischen November 2010 und März 2013 im Augustin veröffentlicht haben.

Das schöne Buch (Löcker Verlag) ist ein Lokalführer mit lauter Lokalen, die normalweise in keinem Lokalführer vorkommen. Zum Beispiel die Glashütte - jenes Tschocherl, das Fürnhammer als Treffpunkt vorgeschlagen hat. Der Name des in einem Stadtbahnbogen neben der U-Bahn-Station Nussdorfer Straße etablierten Lokals bezieht sich auf die verglasten Seitenwände; die luftige, transparente Atmosphäre, die in dem Wort "Glashütte" mitschwingt, ist jedoch trügerisch: Die Luft ist verraucht, das Interieur abgewohnt, die Kundschaft auch.

Die Glashütte sperrt schon um dreiviertel fünf in der Früh auf. Viele Gäste arbeiten in der Nacht und schauen zwischen Dienstschluss und Bett noch auf ein oder zwei Getränke vorbei: After-Office-Drinks


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