Kabarett Kritik

Gescheit blöd: Maschek verpuppt die Innenpolitik

Lexikon | PETER BLAU | aus FALTER 48/13 vom 27.11.2013

Zu Zeiten, in denen der Innenpolitik eher mit den Mitteln des investigativen Journalismus und der Staatsanwaltschaft beizukommen ist als mit jenen der Satire, sind Spott und Veralberung die letzten Waffen, mit denen sich diesem Ärgernis noch Abendunterhaltung abgewinnen lässt. Das Kasperltheater von Maschek ist so gescheit, dass es sich jede Deppertheit erlauben darf. Kein Klischee, dem das Trio in "By-bye, Österreich!" nicht noch ein paar Tropfen Komik entwringen würde: Faymann als infantiler Stillstand-Fan, Strolz als pinkes Yoga-Manderl, Häupl und Pröll als tschecherndes Waldorf-&-Statler-Duo - und Heinz Fischer als Christoph Grissemann. Die Puppen (Gerhard Haderer) und ihre Spieler (Praterkasperl) sind sowieso, wie immer, eine Show für sich.

Rabenhof, Fr, Sa, Mo, Di 20.00


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