Neue Platten

Feuilleton | aus FALTER 48/13 vom 27.11.2013

Pop

Jake Bugg: Shangri La

Nur ein Jahr nach seinem Erfolgsdebüt ist der junge englische Sänger zurück. In der Zwischenzeit hat es ihn nach L.A. verschlagen, wo in den titelgebenden Shangri La Studios mit Produzent Rick Rubin das zweite Album entstand. Rubin soll Bugg fit für den Erfolg in den USA machen, was mit sich bringt, dass "Shangri La" nicht mehr ganz so retrophil folkpoppig klingt wie das Debüt, ein bisschen mehr middle of the road. Die Songs sind leider auch nicht mehr ganz so rotzig und prägnant. (Universal) SF

Live: 5.12., 20.00, Gasometer

Pop

Farewell Dear Ghost: We Colour the Night

"Oh-ooh-oh-ooooooh!" Spätestens mit "Fade Out", Song vier des Debüts von Farewell Dear Ghost, ist klar, wo es hingehen soll: ins Stadion. Und so schwer das für eine junge österreichische Band zu realisieren sein mag: FDG sind auf dem richtigen Weg. "We Colour the Night" ist ein mutiges Album übers Erwachsenwerden zwischen "hopes and expectations" und "all the fears", die junge Herzen so befallen. Arcade Fire treffen U2, Zukunftsangst und Weltumarmen liegen ganz nah beisammen. (Schoenwetter) SF

Live: 5.12., 21.00, B72

Jazz

Natalie Dessay / Michel Legrand: Entre elle et lui

Dass Opernsängerinnen die bittersüßen Melodien Legrands auch gründlich verfehlen können, hat Jessye Norman bewiesen. Die Sopranistin Natalie Dessay ist wesentlich überzeugender, vor allem bei den ganz unsentimental interpretierten Balladen. Die Artikulationsklarheit im Highspeedbereich ist frappant, die Koloraturen sind Geschmackssache, aber an den Charme der originalen "Mädchen von Rochefort" kommen Dessay und Patricia Petibon nicht ganz heran. (Erato) KN

Live: 1.12., 19.30, Wiener Konzerthaus (Großer Saal)


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