Nach Moskau: Liebesgrüße aus Wien

Wiener Protest gegen Putins homophobe Gesetze und andere Aktivitäten rund um den Welt-Aids-Tag am 1. Dezember

BERICHT: CHRISTOPHER WURMDOBLER | STADTLEBEN | aus FALTER 48/13 vom 27.11.2013

Es war ein überraschend freundlicher Protest, der da vor ein paar Wochen auf dem Heldenplatz beim Eingang zum Hofburg-Kongresszentrum stattfand. Die Demonstranten trugen Regenbogenfahnen aus Papier und Buttons, auf denen der russische Präsident Wladimir Putin mit Lippenstift, blauem Lidschatten und langen Wimpern zu sehen war.

Eine angenehm unaufgeregte Tonbandstimme wies die Besucher der "Galanacht der russischen Wirtschaft" in der Hofburg -mehrsprachig - darauf hin, wie die Regierung in Russland die Rechte von Homosexuellen per Gesetz einschränkt. Und welche Auswirkung das zum Beispiel auf die Prävention von HIV-Infektion und Aids hat. Besucht den Ball, lautete das Motto, aber nehmt die Botschaft mit rein.

Manche Gäste in Smoking oder Abendrobe zeigten den Demonstrierenden ihren Mittelfinger, andere ließen sich papierene Regenbogenfahnen geben, machten Fotos oder winkten selbst in Kameras. Immerhin. Die Aktivisten des Österreich-Ablegers der internationalen Initiative "To Russia

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