Heute ist es eine chronische Krankheit

"Vom Leben Lieben Sterben - 20 Jahre später" dokumentiert die Langzeitfolgen von Aids

Feuilleton | Filmkrtik: Sabina Zeithammer | aus FALTER 48/13 vom 27.11.2013

Es gibt keine Musik, keine Füllbilder, grafisch aufbereitete Zahlen oder Informationen zu den Interviewpartnern, die über den eingeblendeten Vornamen hinausgingen. Es gibt nur das Gespräch, die Erzählung vor einer unbewegten Kamera.

Wie an einem gemeinsamen Tisch sitzt der Zuseher Ernst, Brigitte, Wolfgang und Irene gegenüber, deren Leben von der Krankheit Aids geprägt ist - durch den Tod des Partners, die Begleitung Betroffener, durch Aufklärungsarbeit und das HI-Virus selbst. Die österreichischen Filmemacher Manfred Neuwirth und Walter Hiller haben sie für "Vom Leben Lieben Sterben. Erfahrungen mit Aids - 20 Jahre später" wieder vor die Kamera geholt.

Bereits 1993 waren die vier - der fünfte Gesprächspartner ist mittlerweile verstorben - die Protagonisten in "Vom Leben Lieben Sterben". Ausschnitte aus dieser ersten Auseinandersetzung mit dem Thema stehen am Anfang des neuen Films: In 20 Jahren hat sich nicht nur das Erscheinungsbild der Interviewten verändert. Nach dem Tod


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