Florian Scheuba spricht über den Jahresrückblick mit den drei "Staatskünstlern" im Burgtheater

Lexikon | INTERVIEW: WOLFGANG KRALICEK | aus FALTER 48/13 vom 27.11.2013

Das 2011 und 2012 im Rabenhof aufgeführte und im ORF gesendete Satireformat "Wir Staatskünstler" mit Thomas Maurer, Robert Palfrader und Florian Scheuba gibt es in Serienform nicht mehr. Ausnahmsweise aber sind die Staatskünstler noch im Einsatz - diese Woche zum Beispiel bestreiten sie im Burgtheater einen Jahresrückblick; Florian Scheuba verrät, was einen dort erwartet.

Falter: Ist der Jahresrückblick eine Art "Best of Staatskünstler"?

Florian Scheuba: Nein, das ist lauter neues Material. Nachdem es wenig Budget g ab, haben wir uns für eine Guerillataktik entschieden und sind einfach vor Ort gegangen. Wir waren vor allem viel im Wahlkampf unterwegs, und was wir da entdeckt haben, präsentieren wir im Rahmen des Jahresrückblicks. Unglaublich war zum Beispiel die Wahlveranstaltung von Robert Lugar auf dem Hauptplatz von Klosterneuburg. Da waren wir drei die einzigen Zuschauer, der hat nur für uns gesprochen! Später sind Leute dazugekommen - aber die wollten nur von uns Autogramme haben.

Wieso gibt es die Serie nicht mehr?

Scheuba: In der alten Form haben wir das nicht mehr geschafft. Wir haben alle 14 Tage 50 neue Minuten produziert, alles selber recherchiert, geschrieben und gespielt - und das auch noch für kein Geld.

Heißt das: Die Staatskünstler bräuchten ein Team, das sich der ORF aber nicht leisten kann?

Scheuba: Vergleichbare Sendungen wie die "Heute-Show" in Deutschland oder der Jon Stewart in den USA haben Teams mit 35 bzw. 70 Leuten! Wir sind drei. Das kann sich nicht ausgehen. Es hat viel Spaß gemacht, wir hatten alle Freiheiten -aber wenn du das drei Monate machst, bist du nachher tot.

Werden im Jahresrückblick auch Nicholas Ofczarek und Claudia Kottal wieder dabei sein?

Scheuba: Ofczarek hat keine Zeit. Er wird durch Cornelius Obonya ersetzt, der Monika Lindner spielt. Die Kottal ist die Fekter. Wir wollten zum Abschluss auch Laura Rudas persönlich zu Wort kommen lassen. Aber sie fürchtet sich. Leider!


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