Was will die Stadt mit ihren Bühnen?

Falter & Meinung | Kommentar: Wolfgang Kralicek | aus FALTER 49/13 vom 04.12.2013

Die Dauerbaustellen Vereinigte Bühnen und Volkstheater sind Indizien für eine Kulturpolitik ohne Plan und Vision

Normalerweise hat ein Kulturpolitiker nur dann eine schlechte Nachrede, wenn er Subventionskürzungen bekannt gibt. Der Wiener Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny aber löste nun einen Shitstorm aus, weil er einem Theater 4,9 Millionen Euro Subventionserhöhung versprochen hat.

Einen "kulturpolitischen Trümmerhaufen“ sieht die IG Freie Theaterarbeit. Und Hubsi Kramar, Nestor der Wiener Offtheaterszene, forderte in einem offenen Brief allen Ernstes den Rücktritt von Bürgermeister Michael Häupl. Begründung: Dieser habe seine Mitarbeiter "nicht mehr im Griff“.

Was war geschehen? Vorige Woche wurde im Kulturausschuss beschlossen, die Subvention der Vereinigten Bühnen Wien (VBW) in den Jahren 2014 und 2015 um je 4,9 Millionen Euro zu erhöhen. Mit dem Zusatzbetrag soll die zuletzt akut gefährdete Finanzierung des VBW-Orchesters gesichert werden.

Der Aufschrei aus der freien


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