Die Männer werden raffinierter


Besuch: Nina Horaczek
POL Politik | aus FALTER 49/13 vom 04.12.2013

Vor 35 Jahren eröffnete in Wien das erste Frauenhaus. Seither hat sich die Gewalt der Männer verändert, aber auch die Wachsamkeit der Behörden. Bleibt eine Frage: Wieso schlagen Männer noch immer zu?

Der Mann, der ein Messer unter dem Kopfpolster hervorzieht. "Ich schneide dir die Brustwarzen aus dem Körper“, droht er seiner Frau.

Der Mann, der seiner Frau die Kehle so lange zudrückt, bis ihre Ober- und Unterlider tiefschwarz und blutunterlaufen sind.

Die Frau, die in einem Jahr zwei Mal Mutter wurde. Das zweite Baby hat ihr der Mann im fünften Monat aus dem Bauch getreten.

Der Bub, der nicht glauben kann, dass es ein anderer Mann war, der eine Bewohnerin auf der Straße vor dem Frauenhaus ermordet hat: "Mein Papa schlägt doch immer, bis überall Blut ist“, sagt er.

Wer durch ein Frauenhaus geht, möchte am liebsten die Ohren zuklappen und nichts mehr hören. So grausam, so sadistisch sind die Geschichten, die Bewohnerinnen erzählen. Dabei wirkt alles so freundlich. Wer hierherkommt,

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