Prophet im eigenen Land

POL Politik | Bericht: Wolfgang Zwander | aus FALTER 49/13 vom 04.12.2013

In Österreich versteckt, in Europa ein Großer: Mit Hannes Swoboda geht einer der einflussreichsten heimischen Politiker in Pension

Hannes Swoboda sitzt im Café Landtmann und schaut aus dem Fenster auf das Wiener Rathaus, das er einst verlassen hat, um Europäer zu werden. Die Brille mit dem knallroten Gestell, die zu seinem Markenzeichen wurde und für deren angebliche Extravaganz er viel Kritik einstecken musste, liegt vor ihm auf dem Tisch. Swoboda und Österreich, das ist eine komplizierte Beziehung.

Als Swoboda 1996 vom SPÖ-Chef Franz Vranitzky zum Spitzenkandidaten für die Europawahl vorgeschlagen wird, bedeutet das für den damaligen Wiener Stadtrat nicht nur einen großen Karrieresprung, sondern den Beginn einer Lebensbeziehung. Heute, 17 Jahre später, sitzt Swoboda noch immer im Europäischen Parlament, aber nicht mehr als kleiner Hinterbänkler aus Österreich, sondern als Fraktionschef, als Koordinator der Sozialdemokraten.

Am Höhepunkt seiner Karriere geht Swoboda nun in


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