Der Schlachthof des Oligarchen

POL Politik | Bericht: Wolfgang Zwander | aus FALTER 49/13 vom 04.12.2013

Wie das Geld eines dubiosen Ex-Geheimdienstchefs in ein Prestigeprojekt der Stadt Wien floss

Wo die Wiener früher ihre Tiere schlachten ließen, tummeln sich heute Journalisten und Medienleute. Und wer wissen will, warum das Media Quarter Marx 3 (MQM3), das 35.000 Quadratmeter große Medienzentrum auf dem alten Schlachthofgelände, heute in einem Satz mit blutigen Kapitalverbrechen genannt wird, stößt auf eine skurrile Geschichte.

Die Geschichte beginnt beim Kasachen Rakhat Aliyev. Er ist reich und war in Österreich lange ein gerngesehener Gast. In seiner rohstoffreichen Heimat war er Vize-Außenminister, Vize-Geheimdienstchef und ein Wirtschaftsmogul. Und er war der Schwiegersohn von Nursultan Nasarbajew, dem Präsidenten Kasachstans.

Als sich das Verhältnis zwischen ihm und Nasarbajew abkühlte, wurde Aliyev 2002 als kasachischer Botschafter nach Wien entsandt.

In Wien baute er sich ein mächtiges Netzwerk auf, sogar im Verein der Freunde der Wiener Polizei saß Aliyev. Dort traf er


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