Nachgesehen  Ein Wiener Schauplatz, an dem kleine oder große Politik stattfindet

Blumen gegen das Böse: blaue Samen gegen die Saatgutverordnung

POL Politik | Barbara Tóth | aus FALTER 49/13 vom 04.12.2013

Sie werden von Hand bedruckt, sie sind hübsch, sie sind himmelblau - und sie sollen die Schultern all jener schmücken, die gegen die geplante EU-Saatgutverordnung sind.

Die Rede ist von jenen 100 Stoffsäcken, gefüllt mit Samen seltener, blau blühender Pflanzen, die die Publizistin, Architektin und leidenschaftliche Gärtnerin Ute Woltron letzten Sonntag hergestellt hat. Ab sofort kann man das künstlerisch gestaltete Samenpaket mit Reinsaat-Saatgut für Pflanzen wie Hornveilchen, Jungfer im Grünen, Nachtviole, Himmelsleiter und Bienenfreund auf ihrer Homepage www.utewoltron.at bestellen. Es kostet 48 Euro, die zur Gänze an die Umweltorganisation Global 2000 gehen. "Blau ist die Farbe der Hoffnung, blau blühende Blumen sind die seltensten“, erklärt Woltron. "Außerdem will ich mir Blau nicht immer von der FPÖ versudeln lassen.“

Die neue EU-Saatgutverordnung soll im April 2014 ins EU-Parlament kommen und ist heftig umstritten. Vor allem Produzenten alter, seltener Sorten wie die Arche Noah müssten dann komplizierte Zulassungsprozesse durchlaufen.


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