Sind Aufdecker Verbrecher?


Essay: Florian Klenk
Medien | aus FALTER 49/13 vom 04.12.2013

Der investigative Journalismus wird in Österreich neuerdings diskreditiert und kriminalisiert. Eine Erklärung

Vor einiger Zeit erhob der Medienverleger Hans-Jörgen Manstein einen schwerwiegenden Vorwurf. Österreichs investigative Journalisten, so polemisierte er, hätten ihr Handwerk verlernt und seien zur "Amtsmissbrauchs-Journaille“ verkommen. Anders als der selige Aufdecker Alfred Worm würden seine Nachkommen nur darauf warten, wer in den Zimmern für Geheimnisverrat gerade Journaldienst hat. Sie würden dann Storys enthüllen, "die den Behörden bereits bekannt sind und von den Behörden kommen“. Der faire Prozess werde vereitelt, den betroffenen Politikern widerfahre Unrecht.

Es gab Kollegen, die damals meinten, man solle Mansteins Gerede nicht ernst nehmen. Doch Manstein ist ein ernstzunehmender Kollege, auf den Medientagen legte er nach und sprach von "Abschreibjournalismus“. Zudem gibt es viele jüngere Journalisten, die seinen Argumenten folgen.

Der renommierte Standard-Journalist

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