Straffer Po und dicke Nudel

Feuilleton | Garteninspektion: Nicole Scheyerer | aus FALTER 49/13 vom 04.12.2013

Die britische Künstlerin Sarah Lucas bleibt ihrer Domäne, dem Vulgären, treu, macht jetzt aber in XXL

In ihrer Kindheit wurde viel geflucht. Weniger von den Erwachsenen als von den Kindern, die die Schimpfwörter gar nicht verstanden hätten. Das schreibt Sarah Lucas in dem Künstlerbuch zu ihrer gegenwärtigen Schau in der Secession. "Bum pincher“, "arsehole bandit“ oder "shit cunt“ sind nur einige der darin aufgezählten Beleidigungen.

Schon 1991 hat die Künstlerin "Five Lists“ mit Vulgärbegriffen für Frauen, Männer, Schwule, Selbstbefriedigung und Exkremente angelegt. Lucas’ Herkunft aus dem Londoner Glasscherbenviertel Holloway war stets ein Angelpunkt ihrer bis heute als "provokant“ gefeierten Kunst.

Mittlerweile wohnt die bald 50-jährige Künstlerin, die gemeinsam mit Damien Hirst, Tracey Emin und anderen der in den 1990er-Jahren so erfolgreichen Gruppe der Young British Artists (YBA) zugerechnet wurde, aber in der idyllischen Grafschaft Suffolk. Und Journalisten,


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