"Man kann auch Pragmatismus dazu sagen“

Feuilleton | Bericht: Gerhard Stöger | aus FALTER 49/13 vom 04.12.2013

Neue Strukturen bei der Szene Wien: Der alte Chef Josef Sopper geht, ein Beirat soll für mehr Programmvielfalt sorgen

Klaus Werner-Lobo vs. Die Hinichen 1:0. So verlief das Match vor einem Jahr. Der Kultursprecher der Wiener Grünen hatte gegen das traditionelle Weihnachtskonzert der Prolo-Kabarett-Rocker mit dem Häuslschmäh im Gasometer interveniert und eine Absage erreicht.

Es war ein doppelter Pyrrhussieg. Die Band freute sich über eine zuvor ungekannte Medienpräsenz - und die Grünen kamen in den Ruf von Zensoren, die verbieten, was ihnen nicht ins Weltbild passt. Ein Jahr später heißt es: Klaus Werner-Lobo vs. Josef Sopper 1:0. Wie es scheint, ist es für den Politiker diesmal ein Triumph ohne bitteren Beigeschmack.

Aber der Reihe nach: Im Jahr 2008 wurde das damalige Betreiberteam der Szene Wien, einer traditionsreichen Konzertlocation in Simmering, von der Stadtregierung kurzfristig gekündigt, als neuen Leiter setzte man Josef "Muff“ Sopper mit seinem Team ein. Sopper zählt


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