Als das Meer nach Wien kam

Stadtleben | Ausstellungsbesuch: Christopher Wurmdobler | aus FALTER 49/13 vom 04.12.2013

Eine neue Ausstellung im Wien Museum erzählt, wie im 19. Jahrhundert die Österreichische Riviera entdeckt wurde. Wiens Riviera lag allerdings an der Adriaküste

Am Anfang kamen die Kranken. Weil Seeluft guttut und man Seebäder aus dem hohen Norden oder dem schönen Süden kannte, kurten jene Wiener, die es sich leisten konnten, ab dem 19. Jahrhundert an der Adria. Aber auch tuberkulöse Kleinkinder schickte man ab 1870 zur Salzwasserkur nach Abbazia (heute: Opatija). So entwickelten sich parallel zur medizinischen Infrastruktur an der "k. k. Riviera“ zwischen Grado bis hinunter nach Dubrovnik (damals: Ragusa) Fremdenverkehrsorte mit Bädern, Luxushotels. Theatern und so weiter.

Eine Ausstellung im Wien Museum untersucht nun das Sommer- und Winterfrischephänomen der Wiener, das die Regionen an der Adria zur - bis heute - beliebten Ferienregion machte: "Österreichische Riviera - Wien entdeckt das Meer“.

Wieso man damals kurzerhand die Riviera an die Adriaküste verlegte, ist rasch erklärt.


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