Wien, ironisch betrachtet

Stadtleben | Bericht: Christopher Wurmdobler | aus FALTER 49/13 vom 04.12.2013

Ein neuer satirischer Reiseführer will Wien zeigen, "wie es wirklich scheint“

Voyeure, Geeks, Fundis, Terroristen oder Untote: Die Zielgruppen, die Maximilian Zirkowitsch und Curt Cuisine mit ihrem neuen Wien-Reiseführer ansprechen wollen, sind doch außergewöhnlich unterschiedlich. Aber eigentlich versteht sich das eben präsentierte Bändchen "Wien, wie es wirklich scheint“ im beliebten Westentaschenformat und mit einem Dosenbier saufenden Perückenmozart vorn drauf ohnehin eher als Irreführer. Doch von Anfang an.

Die Herren Cuisine und Zirkowitsch gehören einer aktionistischen Wiener Spaßmachertruppe namens Hydra an, einem Verein, der mehrmals im Jahr Buchgenres vom Groschenroman bis zur Wissenschaftspublikation persifliert - und auch tatsächlich herausgibt. Man eröffnet darüber hinaus inoffiziell und unerlaubterweise neue Gebäude oder organisiert Veranstaltungen, bei denen dann schon einmal berühmte Volksschauspielerinnen wie Hilde Sochor beinahe leibhaftig als Nikolo auftreten,

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