Musiktheater Kritik

Rossinis "Aschenputtel" als Kinder-Lehrstück?

Lexikon | HR | aus FALTER 49/13 vom 04.12.2013

Das junge Ensemble der Kammeroper machte sich an die herausfordernde Aufgabe, Gioachino Rossinis derzeit viel gespielte "La Cenerentola" zu bewältigen. In der reduzierten Neufassung von Jasmin Solfaghari gibt es statt Chor und Rezitativen einen Erzähler, der zwischendurch charmant erklärt, was gerade los ist. Ob das so überhaupt als "Kinderoper" funktionieren kann, sei dahingestellt, teils witzige Gags in guter Personenführung führen aber zu einem durchaus amüsanten Abend. Igor Bakan musste sich von einem eingeflogenen Ersatz gesanglich doubeln lassen, der für ihn neben der Bühne etwas zu laut sang. Lichtblick der Aufführung ist Gaia Petrone als Angelina, die mit Bravour die Koloraturen bewältigt und über einen auch in der Tiefe sehr schönen Mezzosopran verfügt.

Kammeroper, Di, Do 19.00 (bis 21.12.)


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