Arztroman, kitschfrei

Politik | Lebensberichterstatter: Armin Thurnher | aus FALTER 50/13 vom 11.12.2013

Der Arzt und Publizist Werner Vogt legt seine Autobiografie vor. Mehr als 60 Jahre widerständige Zeitgeschichte, aufregend zu lesen. Wie ein Roman eben

Wir waren zusammen an der Volksschule. Gleichzeitig, um genau zu sein. Ich als Schüler, Werner Vogt als junger Lehrer. In der Volksschule Vorkloster, Bregenz-"Wild-West“, wie Vogt diesen schönen Bezirk nennt. Heute kennt man Vogt als Arzt, Publizisten, als kritischen Mediziner, als öffentliche Person. Über seine Anfänge wussten bisher nur Freunde und einige Weggenossen Bescheid. In seinem neuen Buch "Mein Arztroman. Ein Lebensbericht“ gibt Vogt nun selbst Auskunft über sich: vom Volksschullehrer über das CV-Mitglied zum Rebellen der kritischen Medizin, zum Medizinreformer und zum Polemiker gegen die Götter in Weiß.

Sein Stil überschreitet in diesen Polemiken manchmal die Grenze vom Geradeherausgesagten zum wilden Schwinger. In diesem Buch mildert Vogt ihn bisweilen durch leise Selbstironie. Fast scheint es, als komme dem Autor

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