Triumph des Geistes über das Gemüse

Feuilleton | Lektüre: Klaus Nüchtern | aus FALTER 50/13 vom 11.12.2013

Erschütternd, erhebend, erheiternd: Wolfgang Herrndorfs Blog "Arbeit und Struktur“ protokolliert dessen letzte drei Lebensjahre und liegt nun als Buch vor

Im Februar 2010 wird bei Wolfgang Herrndorf ein besonders bösartiger Hirntumor diagnostiziert. Heilungschancen: null; Lebenserwartung laut Wikipedia: durchschnittlich 17,1 Monate ab Diagnose.

Für den Abend plant der Schriftsteller gemeinsam mit seiner Freundin C. ins Kino zu gehen, davor entschließen sich die beiden zu einem Spontanbesuch bei einem Freund: "Bei Holm sind überraschend alle versammelt, und fast alle gehen auch nachher mit ins Kino, und es ist einer der schönsten Tage überhaupt. Auch einer der schönsten Filme. Ich lehne mich zu C. rüber und erzähle ihr, wie glücklich ich bin, und es ist keine Lüge.“

Der Zustand hält naturgemäß nicht an. In seinem Blog, das ihm Freunde aus Anlass der Diagnose eingerichtet haben und das nun - knapp vier Monate nach dem Tod des Autors - auch in Buchform vorliegt, berichtet Herrndorf


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