7  Sachen, die Sie über MISTELN eventuell nicht wussten

Stadtleben | aus FALTER 50/13 vom 11.12.2013

Mistel wie Mistelbach?

Nein, Misteln wie die immergrünen Pflanzen mit den weißen Beeren, die hoch oben in Bäumen schmarotzen

Braut in den Asterix-Comics nicht auch der Druide Miraculix seinen Zaubertrank aus Misteln?

Sehr richtig. Und die Mistel hat auch in der germanischen Mythologie eine symbolische Bedeutung.

Und küssen sich nicht auch die Briten und Amerikaner unter dem Mistelzweig?

Genau. Der Brauch besagt: Wenn eine Frau daruntersteht, darf sie einen Kuss nicht ablehnen. Wenn ein Mädchen unter dem Zweig steht und trotzdem ungeküsst bleibt, wird sie im nächsten Jahr nicht heiraten.

Woher kommt dieser Brauch?

Er geht vermutlich auf eine nordische Göttersage zurück.

Worum geht es in der Sage?

Der Geschichte zufolge ist der Mistelzweig die heilige Pflanze der Liebesgöttin Frigga. Als Gott Loki Friggas Sohn Balder töten will, verspricht jedes Tier und jede Pflanze der Erde Frigga, ihrem Sohn keinen Schaden zuzufügen.

Und die Mistel?

Nur die Mistel hatte Frigga vergessen zu fragen. So wird Balder durch Lokis List von seinem Bruder Hödur mit einem Mistelzweig als Pfeil getötet.

Wie kommt es dann zum Kuss?

Nach drei Tagen gelingt es Frigga, Balder ins Leben zurückzuholen. Vor Freude küsst sie jeden, der unter dem verhängnisvollen Mistelzweig steht. Die Misteln müssen Frigga versprechen, niemandem mehr zu schaden, sondern all denen, die unter ihnen stehen, einen Kuss als Zeichen der Liebe zu schenken.


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