Kindheitsforscherin Donata Elschenbroich: Alltagsdinge sind das bessere Weihnachtsgeschenk

Stadtleben | Kirstin Breitenfellner | aus FALTER 50/13 vom 11.12.2013

Kinder wurden im deutschen Sprachraum lange unterschätzt, meint die renommierte deutsche Kindheitsforscherin Donata Elschenbroich. Sie begann ihre pädagogische Laufbahn in den 1960er-Jahren in einem abgestellten Bauwagen, wo sie einen Kindergarten eröffnete. Mit "Weltwissen der Siebenjährigen: Wie Kinder die Welt entdecken können“ gelang Elschenbroich 2001 ein Überraschungsbestseller, der aber auch kritisiert wurde. Das von ihr propagierte Kinderwissen (zum Beispiel: zwei Sternbilder kennen, etwas repariert haben oder einmal in einen Bach gefallen sein) sei kein verbindlicher Kanon, stellte sie aber unmissverständlich klar. Vielmehr gehe es um einen Erfahrungs- oder Erkenntnishorizont, den es zu umwandern gelte.

In den letzten Jahren beschäftigte sich die Forscherin mit der Bedeutung von Alltagsgegenständen und deren Potenzial, Kindern das Wissen der Welt zu vermitteln. Passend zum Weihnachtsfest hält Elschenbroich diese Woche im Zoom Kindermuseum einen Vortrag mit Filmeinspielungen


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