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Für ein paar Euro mehr

Der steirische Gourmet

Steiermark | Restauranttest: Günter Eichberger | aus FALTER 50/13 vom 11.12.2013

Was erwarten wir, wenn ein Restaurant nach dem Italowestern-Komponisten Morricone benannt wird? Spiel mir das Lied vom Lokalsterben? Nein, das "Ennio“ ist eine Auferstehung. Wo das "Lovin“ seinen Showdown hatte, gibt es nun ein Close-up nach italoamerikanischer Küchenregie. Klassiker wie Pasta und Minestrone, Burger und Steaks. Die "WineBar“ orientiert sich an New Yorker Vorbildern. Hier sollen laut Pressemitteilung auch "Frauen allein hingehen können“. Um allein zu bleiben oder Anschluss zu finden? "Modern, kreativ, intellektuell und umweltbewusst“ wünscht man sich sein Zielpublikum. Ob hier nicht ein wenig über das Ziel hinausgeschossen wird?

Die kalabrische Fischsuppe (€ 7,50) ist jedenfalls ein Volltreffer. Pikant und perfekt abgeschmeckt. Nur nicht von der albernen Speisekarten-Titulierung "My Name Is Almo, Not Nobody“ abhalten lassen. Das Rinderfilet (€ 28,50) ist nämlich zart und auf den Punkt gegrillt. "For a Handful of Pasta“ (€ 9,80) gibt es zum Basilikumpesto das Cowboyfutter Bohnen. Die Auswahl heimischer und italienischer Weine ist reichlich, auch wenn es bei Nachfrage (noch) nicht alles gibt.

Resümee

Könnte einschlagen. Für ein paar Euro mehr kriegt man wirklich was geboten.

Ennio, WineBar & Grill Münzgrabenstraße 36, 8010 Graz, Tel. 0316/85 18 52

Restaurant: Di-Sa 11-23 Uhr WineBar: Di-Sa 11-01 Uhr So und Mo 16-01 Uhr


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