Menschen

Frau & Maschine

Falters Zoo | Ingrid Brodnig, Christopher Wurmdobler | aus FALTER 50/13 vom 11.12.2013

Ehre, wem Ehre gebührt. Die Musikerin Gustav, also Eva Jantschitsch, hat vergangene Woche von Frauenstadträtin Sandra Frauenberger den "Wiener Frauenpreis 2013“ in der Kategorie Musik verliehen bekommen. Der Preis, den es erst seit zehn Jahren gibt, soll "Frauen sichtbar machen“ (wie man so schön sagt), die Besonderes für Frauen leisten. Weshalb die Architektin Elsa Prochazka in der Kategorie Architektur ebenfalls ausgezeichnet wurde. Und alle anderen Kategorien? Die kommen dann nächstes Mal dran.

Für Freunde der Elektronik und des Alkoholkonsums fand heuer zum 15. Mal die Roboexotica statt, jenes Festival, bei dem Roboter Cocktails mischen. Natürlich stammt diese verrückte Idee vom Künstlerkollektiv Monochrom. "Die Roboexotica ist der schönste Rausch von Wien“, erklärte Monochrom-Frontmann Johannes Grenzfurthner im Ragnarhof das Konzept. Als Veranstalter hatte er diesmal einiges zu tun, erzählte er: "20 Roboter gab es diesmal. Ich habe gleich am ersten Tag alle Maschinen ausprobiert.“ Respekt! Uns gefiel ja der "LayerBot“ sehr gut, der in höchster Perfektion den dreischichtigen Cocktail B52 mixte, ebenso der Roboter namens "Barwin“ (natürlich eine Anspielung auf Darwin), der einen selbstlernenden Algorithmus eingebaut hatte und mit der Zeit immer bessere Cocktails mixte. Echt clever, nur eines ist wichtig für die Zukunft: Die Roboter sollen klug genug sein, um uns perfekte Cocktails zu mixen, die uns vielleicht ganz schön betrunken machen. Aber sie dürfen nicht klug genug werden, um die Herrschaft an sich zu reißen. Prost!

Im Gartenbaukino feierte man die Eröffnung des guten wie wichtigen Festivals "This Human World“. Gestartet wurde das Menschenrechts-Filmfestival mit dem Berlinale-Abräumer "An Episode in the Life of an Iron Picker“ von Danis Tanovics, und die Produzentin des Films, Amra Baksic Camo, kam extra für ein paar Stunden zur Österreichpremiere, um sich von Claudia Unterweger vor der Leinwand ausfratscheln zu lassen. Anschließend gab’s dann Party im Foyer. Unter anderem mit Joyce Muniz hinterm DJ-Tisch.

Die Maronibrater von Ludwig Reiter sind neben dem Eisbären von Waldviertler möglicherweise die Lieblingswinterschuhe zwischen Bobostan und Oberdöbling. Jedenfalls hatten Till Reiter und seine Brüder (und die Eltern) in die wunderschön renovierte Schuhmanufaktur im Gutshof Süßenbrunn zum "Maronibraterfest“ geladen. Tatsächlich trugen nicht nur viele Besucherinnen und Besucher die Maronibrater, sondern - tadaaa! - auch die Maronibrater selbst. Und die Angestellten in der Werkstätte? Ganz spezielle Schuhmacherschuhe.

Ach, und dann natütlich wieder die "Pense“, wie Fans die temporäre Kaffee- und Kuchenstube "Vollpension“ der Gebrüder Mitch und Moriz Stitch liebevoll nennen. Neuester Gag im Hosenlabor? "Das letzte Abendminimal“, das Verköstigungsformat für den Freitagabend. Mit Kärntner Kasnudeln von Moriz Piffls echter Oma und DJ-Mucke. Womit wir die Serie mit Tipps für Menschen, denen einfach nur Punsch nicht genug ist, geschickt weitergeführt hätten.

E-Mail an den Zoo: zoo@falter.at


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