Überraschung: Es ist ein Bub

Falter & Meinung | Kommentar: Robert Misik | aus FALTER 51/13 vom 18.12.2013

Bisher war Sebastian Kurz’ Jugend für ihn ein Vorteil. Gereicht sie ihm im Außenministerium zum Nachteil?

Seit der Nominierung Sebastian Kurz’ zum Außenminister kursieren wieder diese Jugend-Witze: "It’s a Boy!“, jubelten die Kabarettisten Gebrüder Moped in einer ihrer Fotomontagen. Andere wiederum deuteten die Ministerernennung als Teil des koalitionären Sparkurses (Kurz könne billig per Interrail zu den EU-Ratstreffen fahren!), und sehr lustig war auch das gefakte Kurz-Zitat: "Meine Mama hat gesagt, ich darf nur ins Ausland fahren, wenn ich um 22 Uhr wieder zu Hause bin.“ Ein Jungspund als hohes Tier. Ein hohes Jungtier gewissermaßen.

Aber, anders als die Humorlosen bemäkeln, altväterliche Arroganz gegenüber der Jugend ist das längst nicht mehr. Man kann ja tausend Witze über Kurz machen, aber für einen naiven Polit-Lehrling, der peinlich "Schwarz ist geil“ sagt und feucht hinter den Ohren ist, kann man ihn nicht mehr halten. In Wirklichkeit ist Kurz einer der wenigen


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