Die Politikerin des Jahres

Politik | Würdigung: Barbara Tóth | aus FALTER 51/13 vom 18.12.2013

Ohne sie wäre die Mariahilfer Straße nur ein großer Bummelboulevard. Dank Maria Vassilakou wurde sie zum Symbol für eine Politikerin, die den Mut hat, etwas zu verändern

Nein, mit Maria Vassilakou kann man natürlich nicht mehr einfach nur so über die Mariahilfer Straße spazieren. Kaum zehn Meter ist sie gegangen, da stürmt von rechts ein Herr in lodengrünem Wollmantel und einem schmalen Ehering an den klammen Fingern auf sie zu. "Also, Frau Vizebürgermeisterin, so geht das nicht. Die Radfahrer! Die Autos! Ich wohne in der Burggasse, das war mal eine Wohnstraße, jetzt kann man nicht einmal mehr vors Haus gehen. Ich wünsche ihnen dezidiert nicht alles Gute fürs nächste Jahr.“ "Sie machen das wunderbar. Wir lieben die neue Mariahilfer Straße. Bitte, lassen Sie sich nicht irritieren“, wirft eine junge Frau mit kajalumrandeten Augen im Vorbeigehen ein.

Wie oft schreiben Journalisten den Satz "Er oder sie polarisiert“, ohne darüber nachgedacht zu haben, was es wirklich heißt,


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