"Das wird eine harte Nuss“

Politik | Die Fragen Stellte: Florian Klenk | aus FALTER 51/13 vom 18.12.2013

Was will der neue Justizminister Wolfgang Brandstetter? Ein erstes großes Gespräch über seine Visionen

Ein Interview mit Wolfgang Brandstetter? Er ist noch etwas im Stress, schickt ein SMS: "Uff, aechz, stoehn“, aber er findet Zeit. Zwei Stunden lang erzählt er am Sonntagabend, dem Tag vor seiner Angelobung, über seine justizpolitischen Visionen und sein großes Reformvorhaben: die Abschaffung des Weisungsrechts. Nicht alles soll jetzt schon zitiert werden.

Brandstetter, Uni-Professor, Strafverteidiger, CV-ler, sechstes Kind eines Religionslehrers. Eine schillernde Figur. An der Uni ist er den Studenten als launiger, grundrechtsliberaler Jurist in Erinnerung. Er thront nicht im Elfenbeinturm, sondern schätzt die Praxis. In den Vorlesungen bespricht er Fälle, die er aus den Tageszeitungen ausgeschnitten hat. Privat pendelt er bescheiden mit dem ÖBB-Wiesel aus dem heimatlichen Waldviertel nach Wien, das würde er gerne beibehalten, doch der Verfassungsschutz rät ab.

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