Zeit am Schirm

Medien | Matthias Dusini | aus FALTER 51/13 vom 18.12.2013

TV-Kolumne

Die "Barbara Karlich Show“ (ORF 2) hatte unlängst die zeitgenössische Kunst zum Thema. Eine Runde von Hobbykünstlern diskutierte mit der Moderatorin über "Kunst? Das kann doch jeder“. Helmut, ein 46-jähriger Lagerarbeiter aus Wien, war der Meinung: "Wenn jemand auf einer schwarzen Leinwand einen weißen Punkt in die Ecke malt und mir erklären will, dass das Kunst ist, dann halte ich das für pervers.“

Die Moderatorin selbst machte aus ihrer Skepsis gegenüber Künstlern wie "dem Nitsch“, womit der Wiener Aktionist Hermann Nitsch gemeint war, keinen Hehl. Um ihre Gäste zu narren, präsentierte sie ein Gemälde, das angeblich 100.000 Euro wert sei. Schließlich klärte Karlich den Irrtum auf: Das Kunstwerk stamme nicht von einem bekannten Künstler, sondern von ihrem Bruder. Kunst oder Nichtkunst? Laut Urheberrechtsgesetz stehen dem Maler 350 Euro für den TV-Auftritt seines Werks zu. Danke, Schwester!


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