"Ich habe großes Ve rtrauen zu Dicken“


Gespräch: Klaus Nüchtern
Feuilleton | aus FALTER 51/13 vom 18.12.2013

Das Schriftstellerleben fühlt sich für Terézia Mora nicht sexy an. Weibliche Erfolgsangst? Problematisch. Das Beleidigtsein der Osteuropäer? Doof

Mit ihrem Roman "Das Ungeheuer“ vermochte Terézia Mora nicht nur die Jury des Deutschen Buchpreises zu überzeugen (siehe auch Falter-Jahrescharts auf Seite 32f.). Die meisten Kritiker (mit Ausnahme von Medienclown Denis Scheck, der das ARD-Magazin "Druckfrisch“ moderiert) zeigten sich beeindruckt vom zweiten Teil der Trilogie, die Mora mit "Der einzige Mann auf dem Kontinent“ 2009 begonnen hat. Seinerzeit verlor der übergewichtige und arglose IT-Heini Darius Kopp lediglich seinen Job. Diesmal verliert er seine geliebte Frau Flora, die sich erhängt hat. Von ihrer Depression hat Kopp so wenig Ahnung wie von vielen anderen Facetten ihres Lebens, denen er in diesem Roman nachspürt und buchstäblich nachfährt. "Das Ungeheuer“ ist horizontal zweigeteilt: Oben liest man Kopps Geschichte, unten die Notate, die Flora auf ihrem Laptop hinterlassen

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