What would Friedrich Schiller do?

Porträt: Gerhard Stöger | Feuilleton | aus FALTER 51/13 vom 18.12.2013

Hip-Hop, ein reiner Bubenklub? Muss nicht sein, findet die junge Wiener Rapperin Yasmo. Soeben ist ihr zweites Album erschienen

Yasmin Hafedh ist viel unterwegs. Das Mail mit der Interviewanfrage beantwortet sie aus Kairo, das Post Scriptum zum Gespräch einige Wochen später aus Heidelberg. Schuld an dem hohen Reiseaufkommen der 23-jährigen Wienerin ist die Slam Poetry. In diesem Fach zählt sie zu den etablierten Größe im deutschsprachigen Raum; heuer gewann Hafedh als erste Frau den Ö-Slam, den nationalen Wettstreit um den besten Text. Was das noch einmal genau ist, Slam Poetry? "Ein Wettlesen um die Gunst des Publikums, bei dem selbstgeschriebene Texte vorgetragen werden“, lautet Hafedhs sachliche Erklärung; "der Rock ’n’ Roll der Literatur“, die knackige. Dieser Literatur-Rock-’n’-Roll hat Hafedh auch nach Ägypten und Deutschland geführt.

Ersteres war eine Poetry-Jam-Tour, zu dem das Goethe-Institut geladen hatte, Zweiteres eine ihrer vielen Reisen im Zeichen des Worts.

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