Ein Duft von Vintage und Vinyl

Feuilleton | Filmkritik: Michael Omasta | aus FALTER 51/13 vom 18.12.2013

Jim Jarmusch geht es besser: "Only Lovers Left Alive“ überzeugt als romantischer Vampirfilm

Vampire haben’s auch nicht mehr so lustig. Der alte Graf Dracula konnte noch nach Lust und Laune schöne Frauen aussaugen. Heutzutage indes bedarf es eines medizinischen Labors und eines vertrauenswürdigen Arztes, um auf zivilisierte Weise an frisches Konservenblut heranzukommen.

Adam und Eve führen eine klassische Fernbeziehung. Er (Tom Hiddleston) lebt in Detroit, sie (Tilda Swinton) in Tanger. Als Bohemiens genießen diese Vampire ihre Abgeschiedenheit vom Lärm der Welt und werden bestenfalls nachts aktiv. Eve treibt sich dann mit Christopher Marlowe - ja, genau, dem, der Shakespeares berühmteste Stücke geschrieben hat - herum; und Adam, ein verhinderter Rockmusiker, besorgt sich ein paar alte Gitarren für seine Sammlung.

"Only Lovers Left Alive“ zeigt Jim Jarmusch wieder in deutlich besserer Form als zuletzt. Die hemmungslos romantische Geschichte um zwei Liebende, die einander für


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