Die Herbergssuche

Steiermark | Reportage: Gerlinde Pölsler | aus FALTER 51/13 vom 18.12.2013

Wie eine vormals obdachlose Roma-Großfamilie darum kämpft, sich in Graz ein neues Leben aufzubauen. Eine Geschichte voller Höhen und Tiefen - für die rumänische Familie wie auch für deren Betreuer

Peter-Rosegger-Volksschule, Graz, Anfang Oktober. Anna-Lena Trittschack, Lehrerin der vierten Klasse, und die Integrationslehrerin spielen mit den Kindern eine Geschichte durch. "Es war einmal ein zehnjähriger Bub, Dragos, der lebte in Rumänien.“ Weil die Familie sehr arm war, ging sie nach Österreich, dort schlief sie in Abbruchhäusern und Zelten. Der Bub war noch keinen einzigen Tag seines Lebens in der Schule. Da fand ihn ein Pfarrer. Was tat der wohl? Die Kinder raten: Er gibt ihnen etwas zu essen. Eine Wohnung! Dragos muss natürlich in die Schule gehen. Die anderen Kinder könnten ihm ja helfen.

Dann sagen die Lehrerinnen: "Es gibt Dragos wirklich. Und ab nächsten Montag ist er in eurer Klasse.“ Als der Bub am Montag darauf erstmals in die Schule kommt, begrüßen ihn ein paar


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