Theater Tipps

Die letzten Premieren des alten Theaterjahrs

Lexikon | WK | aus FALTER 51/13 vom 18.12.2013

Am letzten Wochenende vor Weihnachten herrscht an Wiens Großbühnen noch einmal Hochbetrieb. Im Volkstheater hat am 20.12. Schillers "Maria Stuart" Premiere. Das Historiendrama verhandelt den Konflikt zwischen Elisabeth, der Königin von England, und Maria, der Königin von Schottland. Letztere wird zum Tod verurteilt. In Stephan Müllers Inszenierung spielen Andrea Eckert (Elisabeth) und Martina Stilp (Maria) die Hauptrollen. Eckert war schon vor 21 Jahren dabei, als das Stück zum letzten Mal im Volkstheater gespielt wurde; damals gab sie die Titelrolle.

Tags darauf hat im Burgtheater Shakespeares "König Lear" Premiere. Die Tragödie des Königs, dessen Altersschwäche katastrophale Folgen hat, ist ein Fall für Peter Stein und Klaus Maria Brandauer. Der Regisseur und der Schauspieler, die am eigenen Mythos beide schwer zu tragen haben, sind in letzter Zeit fast unzertrennlich; der "Lear" ist bereits ihre fünfte gemeinsame Arbeit seit 2007. Der 76-jährige Stein arbeitet zum ersten Mal an der Burg, der heuer 70 gewordene Brandauer ist erstmals seit neun Jahren ("Nathan der Weise") wieder in seinem Stammhaus zu erleben.

Die allerletzte Premiere des Jahres steht am Silvesterabend im Schauspielhaus auf dem Spielplan. "Konstellationen" heißt ein Zweipersonenstück des englischen Dramatikers Nick Payne, das in London 2012 einer der Hits der Saison war: Nach den Regeln der Quantenphysik werden alle möglichen Konstellationen einer Beziehung durchgespielt. "Das Stück ist nur eine gute Stunde lang, aber in der steckt mehr als in den meisten Aufführungen, die dreimal so lang brauchen", schwärmte der Kritiker des Telegraph. Die deutschsprachige Erstaufführung inszeniert Ramin Gray, es spielen Nicola Kirsch und Thiemo Strutzenberger.

Volkstheater, 20.12.19.30; Burgtheater, 21.12.18.00; Schauspielhaus, 31.12.21.00


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